Pressemitteilung der GRÜNEN JUGEND Niedersachsen

Am 12. März wurden nach Angabe der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) vier Jugendliche aus Osnabrück auf der Suche nach verwertbaren Lebensmitteln in Müllcontainern eines örtlichen Lebensmittelladens erwischt und angezeigt.

Hierzu äußert sich Carolin Jaekel, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Niedersachsen (GJN): „Wir finden es völlig unverständlich, dass der Ladeninhaber auch nach einem Gespräch mit den Jugendlichen an seiner Anzeige festhält und fordern ihn auf, von einem überzogenen Strafprozess wegen des Durchwühlens von Müll abzusehen. Containern ist kein Verbrechen! Es braucht keine Anzeigen, sondern mehr engagierte Jugendliche, die sich auf diese Art aktiv gegen die Wegwerfgesellschaft einsetzen.“

Simon Oehlers, Sprecher der GJN, ergänzt: „Wir unterstützen die Jugendlichen in ihrer Kritik, dass hier noch verwertbare Lebensmittel weggeworfen werden, während anderswo Menschen verhungern. Nirgendwo auf der Welt werden so viele Lebensmittel vernichtet wie in Deutschland. Allein mit dem jährlich in Deutschland weggeworfenen Brot, könnte man im selben Zeitraum ganz Niedersachsen versorgen. Daher muss sich die Rechtslage ändern, so dass Containern nicht mehr strafbar ist und auch die Haltbarkeitsregelungen der Lebensmittel müssen sich ändern.“