Die Grüne Jugend Cloppenburg lädt am Dienstag, den 25. Juni 2013 zu einem Diskussionsabend zum Themenfeld Homo-, Bi- und Intersexualität und Transgender ein. Die Veranstaltung „Homophobie ist heilbar!“ beginnt um 19:30 Uhr in der VHS Cloppenburg (Altes Stadttor 16, 49661 Cloppenburg). Der Landtagsabgeordnete Helge Limburg (Bündnis 90/Die Grünen) und der Koordinator des Landesnetzwerkes SchLAu Niedersachsen Nico Kerski werden referieren und mit den Zuhörer_innen diskutieren.

Am 6. Juni 2013 urteilte das Bundesverfassungsgericht, die derzeitige Vorenthaltung des Ehegattensplittings für eingetragene Lebenspartnerschaften sei verfassungswidrig. Erneut wies es damit die derzeitige schwarz-gelbe Bundesregierung auf die Grundsätze unserer Verfassung hin. Rechtlich gesehen zeichnet sich also eine Tendenz hin zur Beendigung der Diskriminierung von Lesben und Schwulen ab. Dennoch ist sie allgegenwärtig – am Arbeitsplatz, auf der Straße und in der Schule. Darüber und über politische Lösungen möchte die Grüne Jugend mit den beiden Referenten und den Zuhörer_innen diskutieren.

Helge Limburg ist seit 2008 Mitglied des niedersächsischen Landtages und derzeit Parlamentarischer Geschäftsführer, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Rechtspolitik, Verfassungsfragen, Verfassungsschutz und Queerpolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. Das Wort „Queer“ stammt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt „von der Norm abweichend“. Häufig wird es als Sammelbegriff unter anderem für Homosexualität, Bisexualität, Intersexualität und Transgender verwendet. Helge Limburg wird über die Notwendigkeit einer modernen Queerpolitik und die diesbezüglichen Initiativen der rot-grünen Landesregierung referieren.

Nico Kerski ist der Koordinator des Landesnetzwerkes SchLAu Niedersachsen und leitet zudem das Lokalprojekt SchLAu Hannover. SchLAu Niedersachsen ist ein landesweites Netzwerk von regionalen Schulaufklärungsprojekten zu queeren Lebensweisen in Schulen und anderen Einrichtungen. Nico Kerski wird von seiner Arbeit berichten und speziell auf Vorschläge zur Behandlung dieses Themas in Schulen und zur Unterstützung von betroffenen Schüler_innen eingehen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und mitzudiskutieren. Der Eintritt ist selbstverständlich frei.